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Gewalt in der menschlichen Gesellschaft

Achter Wissenschafts Dialog, 14. bis 16. Oktober 2009 in Engelberg, Schweiz

Unsere Ansicht darüber, was Gewalt ausmacht, ist verzerrt durch die traditionelle Art und Weise, in der Gewalt als Phänomen im Alltag behandelt wird. Die Ausübung oder Androhung von physischem und psychischem Zwang gegenüber Personen und Gruppen umfasst einerseits die rohe Einwirkung und anderseits das Durchsetzungsvermögen in Macht- und Herrschaftsbeziehungen. In einem umfassenderen Sinne ist Gewalt in allen Gesellschaftsschichten auf der Welt auffindbar.

Gewalt betrifft uns irgendwie alle. Viele Menschen suchen Sicherheit hinter verschlossenen Türen und Fenstern und meiden gefährliche Orte. Andere haben keine Fluchtmöglichkeit. Die Gewaltgefährdung lauert aber auch hinter Türen, verborgen vor der Öffentlichkeit. Wer inmitten von Krieg und Konflikt lebt, dessen Leben wird durch Gewalt geprägt. Gemäss einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2003 verlieren jährlich 1,6 Millionen Menschen durch Gewalteinwirkung ihr Leben, zahllose andere werden dadurch in nicht immer offenkundiger Weise geschädigt.

Ursprünge der Gewalt

Die Gründe für das Entstehen und die Rechtfertigung von Gewalt sind vielfältig. Eine grosse Rolle spielen die sozialen Umstände wie die finanzielle Situation, der Sozialisationshintergrund und der kulturelle Kontext. Ebenso wird der Mensch durch seine biografische Einbettung und sein subjektives Erleben von Situationen zum Beispiel im Umgang mit Gruppenzwang, Frustration und Aggression geprägt. Nicht zu unterschätzen ist auch der Einfluss der Medien. Insbesondere die interaktiven Medien wie Internet, Computerspiele, Filme und das Fernsehen transportieren vielfach falsche Vor-Bilder.

Lösungsmöglichkeiten aufzeigen

Ziel des Achten Wissenschafts Dialog der Academia Engelberg im Oktober 2009 ist  es, mehr über die vielen Facetten dieser Form von Bedrohung zu erfahren. Mit der konkreten Thematisierung anhand von Praxisbeispielen soll das Bewusstsein für die Problematik gestärkt werden. Die Teilnehmenden werden Wege zur Prävention erkunden, die zur Linderung und vielleicht sogar einen Beitrag zur Überwindung von Gewalttätigkeit leisten.

Wenn Sie sich für das Programm interessieren oder gerne an der Konferenz mit dabei sind, melden Sie sich bitte bei Dr. Dominik Galliker, info (at) academia-engelberg.ch. Wir senden Ihnen gerne weitere Informationen zu.

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