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8. Wissenschafts Dialog vom 14. bis 16. Oktober 2009

Gewalt in der menschlichen Gesellschaft

Täglich begegnet man vielfältigen Formen von menschlicher Gewalt. Oft erfährt man davon aus den Medien, seltener ist man persönlich betroffen. Ob direkt involviert oder nur Zuschauer: Gewalt in ihren vielfältigen Ausdrucksformen brachte und bringt enormes Leid für alle Betroffenen.

Über die Ursprünge der Gewalt spricht beispielsweise der be-kannte Hirnforscher Prof. Gerhard Roth, Universität Bremen. Er berichtet von seiner Freisetzungshypothese im Zusammenhang mit Aggression und krimineller Gewalt. Der Münchner Professor Josef H. Reichholf wird die evolutionsbiologischen Aspekte von Gewalt erklären. Die Ursachen welche Gewalt begünstigen, werden durch Prof. Harald Welzer von der Universität Witten/Herdecke unter die Lupe genommen. Aber auch Massnahmen gegen Gewalt werden thematisiert: Professor Manfred Cierpka von der Universität Heidelberg spricht über die Möglichkeiten zur Gewaltprävention in Schule und Familie. Sr. Lea Ackermann, Stiftung SOLWODI, spricht über ihre Erlebnisse in Afrika mit Gewalt an Frauen. Die politischen Aspekte, von der Eskalation über bewaffnete Konflikte bis hin zum Krieg, thematisieren Angelo Gnädinger, Direktor IKRK Genf, Prof. Pierre Allan von der Universität Genf, Thomas Greminger EDA-Botschafter sowie Prof. Kurt R. Spillmann.

Generationenübergreifender Dialog

Als Novum werden am achten Wissenschafts Dialog der Stiftung Academia Engelberg angehende Wissenschafter die Refe-rate jeweils kritisch reflektieren und ihre eigene Sichtweise präsentieren. Der daraus entstehende Dialog wird interdisziplinär und generationenübergreifend gestaltet. Die Stiftung Academia Engelberg leistet damit einen wesentlichen Beitrag an den nachhaltigen Dialog über die Grundwerte der Gesellschaft. Wissen nutzen, Wissen und die damit verbundenen gesell-schaftlichen Veränderungsprozesse vermitteln sowie neue Visionen und Konzepte zum Umgang mit menschlicher Gewalt entwickeln, ist das Ziel dieser drei Tage in Engelberg.

Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

Die grundlegenden Erkenntnisse der Wissenschaft treffen in der breiten Bevölkerung nicht selten auf starke Vorbehalte und Misstrauen. Die Stiftung Academia Engelberg (www.academia-engelberg.ch) leistet mit dem interdisziplinären Dialog ihren Beitrag dazu, dass eine neue Basis des Vertrauens zwischen Wissenschaft und breiter Öffentlichkeit entsteht. Zur Jahrestagung treffen sich jeweils im Herbst Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft in Engelberg, Schweiz. Daneben werden Projekte als Resultat der Konferenzen realisiert sowie vertiefende Folgeveranstaltungen organisiert.

14. bis 16. Oktober 2009, Achter Wissenschafts Dialog der Academia Engelberg in Engelberg/OW, Schweiz. Weitere Informationen www.academia-engelberg.ch -> Konferenzen -> Konferenz 2009

  
 
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