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Wachstum - Zwang oder Chance?

Siebter Wissenschafts Dialog,
15. bis 17. Oktober 2008 in Engelberg

Eine der wesentlichen Antriebsfedern menschlichen Handelns ist das Streben nach Wachstum. Nur was wächst und grösser wird, gilt als erfolgreich. Bis jetzt hatte die Menschheit durchaus Erfolg mit dieser Strategie. Immer lauter werden in letzter Zeit jedoch die mahnenden Stimmen: naturgemäss sei die Welt nicht unbeschränkt, sondern endlich, und so stosse auch jede Art von Wachstum, so willkommen es im Grunde sein mag, an Grenzen.

Der Druck ist bereits messbar: Erhöhung des Kohlendioxidanteils um 30 Prozent in der Atmosphäre (IPCC), Übernutzung von zwei Dritteln aller Ökosysteme (Millennium Ecosystem Assessment) und ein ökologischer Fussabdruck der Menschheit, der bereits 30 Prozent der natürlichen Regenerierbarkeit übersteigt (Global Footprint Network). Das wirft die Frage auf: Bis zu welchem Punkt und auf welche Art ist Wachstum möglich, ohne die Ressourcen zu erschöpfen und ohne die Biosphäre zu zerstören?

Grosse Herausforderung

Wie können wir Wachstum gestalten, das nachhaltig und auch für zukünftige Generationen lebbar ist? Wie können wir ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Anliegen miteinander in Einklang bringen? Wie sollten unsere politischen und gesellschaftlichen Institutionen dafür aufgebaut sein? Was können wir von Wachstumskonzepten in der Natur lernen? Solchen Fragen gehen die Teilnehmenden des 7 th Dialogue on Science der Academia Engelberg in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen nach. Angesprochen werden Ökonomie, Ökologie, Biologie, Soziologie, Religion, Ethik u.a.. Führende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik wie Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Prof. Hansjörg Siegenthaler, Prof. Guoqiang Tian, Prof. Lucas Bretschger, Prof. Gebhard Kirchgässner und zum Abschluss Bundesrätin Doris Leuthard werden aus ihrer Perspektive zu diesem Dialog beitragen. Die intensive Wechselwirkung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist für den Innovationsprozess von grosser Bedeutung. Sie muss deshalb mit dem Ziel effektiverer Wertschöpfung besser vernetzt werden. Eine Plattform für diese Vernetzung schafft die Stiftung Academia Engelberg mit dieser Tagung.

Lösungsmöglichkeiten aufzeigen

Wir müssen Mittel und Wege finden, um vom rein wirtschaftlichen zu einem nachhaltigen Wachstum umzuschwenken, das auch die inneren menschlichen Bedürfnisse berücksichtigt. Die zukünftigen Generationen müssen Optionen haben, um echten Mehrwert mit weniger Energie und erneuerbaren Ressourcen zu schaffen. Wissenschaft Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind gefordert. Ein erster Schritt in diese Richtung bildet der 7 th Dialogue on Science der Academia Engelberg, der vom 15. bis 17. Oktober 2008 dieses Thema aufgreift und konkrete Lösungsansätze generieren will.

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme haben, danken wir Ihnen für Ihre Nachricht auf info at acadmia-engelberg.ch.

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