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Herausforderung Demokratie

Neunter Wissenschafts Dialog, 13. bis 15. Oktober 2010 in Engelberg, Schweiz

In der heutigen Zeit wird fast überall auf der Welt Demokratie als die einzig richtige Herrschaftsform betrachtet. Die Beteiligung des Volkes wird dabei oft als letzter Beweis für die Richtigkeit des Systems aufgeboten – die endgültige Legitimation. Demokratie in ihren verschiedenen Ausprägungsformen – parlamentarisch oder präsidial, direkt oder indirekt, in einer Republik oder als Teil einer Monarchie – gilt als das non plus ultra der politischen Ordnungen. Diese Demokratie gilt es unter möglichst vielen Völkern der Welt zu verbreiten.

Der Neunte Wissenschaftsdialog der Academia Engelberg soll unter dem Titel „Challenging Democracy“ unter anderem diese Selbstverständlichkeit hinterfragen. Ist Demokratie die ideale Staatsform um den vielen Problemen mit denen wir uns täglich konfrontiert sehen zu begegnen? Sind die Bestrebungen der westlichen Welt „Demokratie zu verbreiten“ im Sinne der armen Bevölkerungen dieser Welt? Je nach Entwicklungsstand eines Staates, kann eine Monarchie oder Diktatur die beste politische Ordnung für die zukünftige Entwicklung eines Landes sein.

Grundprinzipien der Demokratie

In der griechischen Antike bedeutete der Begriff „Demokratie“ die unmittelbare Teilnahme des Volkes an der Politik des jeweiligen Stadtstaates. Zum damaligen Zeitpunkt war die grosse Mehrheit (u.a. Frauen und Sklaven) der Bevölkerung aber von der Politik ausgeschlossen. Heute gibt es einige allgemein akzeptierte Grundprinzipien bzw. Bedingungen für eine Demokratie: Die Gleichheit aller, das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit, die Gewaltenteilung etc.

Breitgefächerte Diskussion

Der Begriff Demokratie soll aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Experten aus verschiedenen Disziplinen und aus Ländern mit unterschiedlichen Staatsformen werden ihre Erfahrungen austauschen. Zusammen mit angehenden Wissenschaftlern wird über Wahlfreiheiten, Partizipation sowie die Verknüpfungen zwischen Wissenschaft und Demokratie diskutiert. Beispielsweise soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die Wissenschaft mit den Meinungsprozessen und der Entscheidungsfindung der Öffentlichkeit involviert ist, oder es soll die Rolle der Medien beim Meinungsbildungsprozess untersucht werden.

Wenn Sie sich für das Programm interessieren oder gerne an der Konferenz mit dabei sind, melden Sie sich bitte bei Dr. Dominik Galliker, info (at) academia-engelberg.ch. Wir senden Ihnen gerne weitere Informationen zu.

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