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Prof. Dieter M. Imboden Forschungspräsident Schweizerischer Nationalfonds, Zürich
Dieter Imboden ist seit 1988 ordentlicher Professor für Umweltphysik im Departement für Umweltnaturwissenschaften der ETH Zürich. Seit 2005 ist er Forschungsratspräsident des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF). Geboren 1943 in Zürich studierte er theoretische Physik in Berlin und Basel und promovierte 1971 bei Professor Walter Baltensperger an der ETHZ mit einer Arbeit über theoretische Festkörperphysik. Seine Faszination für die Umwelt und das Element Wasser brachte ihn an die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) und an die Scripps Institution of Oceanography (California). Ab 1974 war er als Lehrbeauftragter an der ETHZ tätig, habilitierte sich 1982 auf dem Gebiet der mathematischen Modellierung und der Umweltphysik und war 1987 einer der Mitbegründer des neuen Studienganges in Umweltnaturwissenschaften an der ETHZ. Von 1992 bis 1996 stand er dem Departement für Umwelt-naturwissenschaften sowie der gleichnamigen Abteilung vor. Von 1998 bis 1999 leitete er das Projekt novatlantis, Nachhaltigkeit im ETH-Bereich, und initiierte das Pilotprojekt ‘Die 2000 Watt-Gesellschaft’. Er war Gastprofessor an verschiedenen Universitäten, so am MIT und am Caltech. Während vielen Jahren beschäftigte er sich mit der Untersuchung natürlicher Gewässer, insbesondere der grossen Seen der Erde (Baikalsee, Kaspisches Meer u.a.). Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, die Methoden der Physik zusammen mit andern Disziplinen auf die komplexen Probleme der Umwelt anzuwenden. Das mit René Schwarzenbach (ETHZ) und Phil Gschwend (MIT) verfasste Standardwerk ”Environmental Organic Chemistry” wurde 1993 von der Association of American Publishers als bestes Chemiebuch des Jahres ausgezeichnet (eine neue, erweiterte Auflage erschien 2003). An Beispielen wie «globale Klima-veränderungen» oder «Energiepolitik» versucht er einen Brückenschlag zwischen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Im Jahre 2000 wurde Dieter Imboden in den Forschungsrat des SNF gewählt, wo er zusammen mit einem multidisziplinären Team verantwortlich für die Auswahl der neuen Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) war. 2005 wurde er zum Präsidenten des SNF-Forschungsrates gewählt. Während der letzten Jahre verschob sich sein Interesse immer stärker zur Wissenschaftspolitik. Er ist überzeugt, dass die Forschung, neben ihrer offensichtlichen Rolle für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung, ein zentraler Teil unserer Kultur darstellt – wie die Kunst. Es ist ihm daher ein wichtiges Anliegen, Wissenschaft und Grundlagenforschung stark in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern. |