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15. bis 17. Oktober 2008

Siebter Wissenschafts Dialog: Wachstum - Zwang oder Chance?

Eine der wesentlichen Antriebsfedern menschlichen Handelns ist das Streben nach Wachstum. Nur was wächst und grösser wird, nur wer sich laufend neue Handlungsspielräume erschliesst, gilt als erfolgreich. Solches Streben hat den Menschen vor allem der westlichen Welt während der vergangenen zweihundert Jahre wachsenden Wohlstand beschert. Immer lauter werden in letzter Zeit jedoch die mahnenden Stimmen: naturgemäss sei die Welt nicht unbeschränkt, sondern endlich, und so stosse auch jede Art von Wachstum, so willkommen es im Grunde sein mag, an Grenzen.

Fachleute streiten sich, in welcher Form und in welchem Ausmass stetes Wachstum überhaupt notwendig oder sinnvoll ist. Wir müssen Mittel und Wege finden, um zu einem nachhaltigen Wachstum zu kommen, das auch die inneren menschlichen Bedürfnisse berücksichtigt. Zukünftigen Generationen müssen Optionen haben, um echten Mehrwert mit weniger Energie und erneuerbaren Ressourcen zu schaffen.

Diese Vision bedingt auch tief greifende Veränderungen auf sozialer und mentaler Ebene in ihrer Dimension und Tragweite nur mit der landwirtschaftlichen und der industriellen Revolution verglichen werden kann. Wie sie konkret umgesetzt werden kann, dafür gibt es heute noch kaum Anhaltspunkte. Wie können wir Wachstum gestalten, das nachhaltig und auch für zukünftige Generationen lebbar ist? Wie können wir ökonomische, ökologische, soziologische und ethische Anliegen miteinander in Einklang bringen? Wie sollten unsere politischen und gesellschaftlichen Institutionen dafür aufgebaut sein? Was können wir von Wachstumskonzepten in der Natur lernen?

Solche Fragen können nur in gemeinsamer Anstrengung und im echten Dialog zwischen den Disziplinen angegangen werden. Nur so haben wir die Chance, ein nachhaltiges Konzept von „Wachstum“ zu entwickeln, das wir auch umsetzen können. Die diesjährige Konferenz der Academia Engelberg soll ein Schritt auf diesem Weg sein.

Wir freuen uns auf interessante und anregende Präsentationen und

Das ausführliche Programm

Das Programm in Kürze

Mittwoch, 15. Oktober

Einführung in die Konferenz
Martina Weiss, Präsidentin des Programmkomitees

Einführung ins Thema „Wachstum“
Joel Mokyr, Northwestern Universität, Evanston

Wirtschaftswachstum und Wohlstand
Hansjörg Siegenthaler, emeritiert Universität Zürich

Plenumsdiskussion
Wachstum: Ziele & Errungenschaften – Risiken & Nachteile

Kuno Rüst, Kloster Engelberg
Gerd Folkers, ETH Zürich
Paul Embrechts, ETH Zürich

Workshops

Öffentlicher Abend
Wachstum – Fluch oder Segen?

Arena – Kontradiktorische Diskussion mit
Doris Aebi, Gerd Folkers, Karl Reichmuth, Georges T. Roos
Moderation: Esther Girsberger
Vorschau siehe hier

Donnerstag, 16. Oktober

Wirksame Entwicklungshilfe: Neue Ansätze in der Projektevaluation
Dina Pomeranz, Harvard Universität, Boston

Zukunft des Wachstums
Vorbereitet mit ETHsustainability und Mitgliedern von Youth Encounter on Sustainability (YES) für drei ausgewählte Regionen
Moderatoren und YES Team

Gruppenarbeiten

Bankenwachstum: Pflicht oder Kür
Werner H. Peyer, UBS, Zürich

Chinesischer Erfolg -- Ein Wunder!?
Ling Shen, Shanghai University of Finance and Economics, China

Plenumsdiskussion

Womit kann man zufrieden sein?
David Steindl-Rast, Network for Grateful Living

Plenumsdiskussion

Freitag, 17. Oktober

Wachstum und Oekologie: Wo liegen die Grenzen?
Lucas Bretschger, ETH, Zürich

Politische Institutionen und Wirtschaftswachstum
Gebhard Kirchgässner, Universität St. Gallen

Alte Wissenschaft für einen neuen Fortschritt?
Ernst von Weizsäcker, Donald Bren School for Environmental Science and Management, UCSB, Santa Barbara

Reflexionen
Doris Leuthard, Bundesrätin, Bern

Schlusswort und Ausblick
Klaus Hug, Präsident des Stiftungsrates

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