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Thomas Stocker Professor für Klima- und Umweltphysik an der Universität Bern und Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Wissenschaft“ des Weltklimarats IPPC
Thomas Stocker (geb. 1959, Bürger von Zürich und Büron LU) ist in Zürich aufgewachsen, wo er an der ETH Zürich Umweltphysik studierte und 1984 mit dem Diplom abschloss. Anschliessend verfasste er an der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETH Zürich unter der Leitung von Professor Kolumban Hutter seine Dissertation, Nach einem Forschungsaufenthalt am University College London erhielt Stocker ein Stipendium für fortgeschrittene Forschende des Schweizerischen Nationalfonds für Wissenschaftliche Forschung, mit welchem er an der McGill University in Montreal (Kanada) von 1989 bis 1991 die Entwicklung effizienter Klimamodelle und die Untersuchung schneller Klimaänderungen vorantrieb. Von 1991 bis 1993 arbeitete Thomas Stocker als Associate Research Scientist am Lamont-Doherty-Erdobservatorium der New Yorker Columbia-Universität. 1993 wurde Thomas Stocker als Professor an das Physikalische Institut der Universität Bern berufen, wo er die Abteilung für Klima- und Umweltphysik leitet. Die wissenschaftliche Arbeit seines Teams umfasst die Modellierung abrupter Klimaänderungen, Untersuchungen über vergangene und künftige Änderungen der Ozeanzirkulation sowie die Rekonstruktion vergangener Klimazustände mithilfe von Eisbohrkernen aus Grönland und der Antarktis. Seit 2006 ist er Mitglied des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds für Wissenschaftliche Forschung, und seit 2008 leitet er den Nationalen Forschungsschwerpunkt Klima (NFS Klima). Stocker ist ausserdem seit 1997 in führender Rolle im Zwischenstaatlichen Sachverständigenausschuss für Klimaänderungen (IPCC) der UNO tätig. |